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Feb 19 2014

Der Fall Barney und Betty Hill, 1961

In den letzten Jahrzehnten sind immer wieder Fälle aufgetreten, in denen Menschen von Aliens angeblich entführt worden sind.

Einer der berühmtesten Ufo-Fälle ist mit Sicherheit der in unzähligen Büchern und Magazinartikeln veröffentlichte Bericht des Ehepaars Hill. Beide spürten die Intoleranz ihrer Umgebung, Barney litt unter einer Unterleibskrankheit. Betty Hills Schwester hatte bereits Ufos gesehen und von einem Besuch bei dieser Schwester kehrte das Paar im Jahr 1961 zurück, als es nach mehreren Stunden Fahrt durch das einsame New Hampshire nachts ein helles Objekt vor sich sah.

Zwei Stunden später kamen Barney und Betty Hill einige Meilen vom Ort der Sichtung entfernt wieder zu sich Betty wurde von Alpträumen gequält, in denen sie und ihr Mann in das Ufo geschleppt wurden. Sie begann, Vorträge über Ufos zu halten und Bücher über das Thema zu lesen. Barney war nüchterner und zweifelte an dem Realitätsgehalt der Träume. Betty vermutete, ihre Ängste seien eine Erinnerung an die verlorenen zwei Stunden (da die Hills zum ersten Mal Landstraßen und nicht die Autobahn für diese Fahrt benutzten, waren die beiden Stunden gar nicht verloren, es war einfach die zusätzliche Fahrzeit).
Zu den entsetzlichen Träumen kam bald die Gewissheit, dass Barney an einem bösartigen Tumor litt. Das Paar suchte seinen Hausarzt auf, der ihnen vorschlug, den bekannten Bostoner Psychiater Dr. Benjamin Simon zu konsultieren. Simon hypnotisierte Betty, um ihr das unterdrückte Trauma bewusst werden zu lassen. Unter Hypnose erzählte Betty, sie und ihr Mann seien von Außerirdischen entführt worden. Die Außerirdischen hätten ihr mit einer langen Nadel Gewebeproben aus dem Unterleib entnommen (aufgrund einer Gebärmutteroperation konnte Frau Hill keine Kinder austragen). Barney bestätigte unter Hypnose die Angaben seiner Frau, fügte selbst allerdings keine Details hinzu. Dr. Simon hielt die unter Hypnose erlebte Episode für eine Phantasterei Bettys, die sie Barney aufgezwungen hatte. Er hielt einen Anschlag von Rassisten auf das Ehepaar für das den Phantastereien zugrunde liegende Ereignis.

Eine örtliche Ufo-Gruppe erfuhr von dem Fall, und der Profi-Journalist John Fuller beschrieb in einem Buch detailliert das Erlebnis des Paares. Durch die Hypnose wurde die Spannung von dem Paar genommen, Betty lebte ohne Alpträume weiter. Barney starb 1969 an einem Gehirntumor. Danach tauchte Betty ins Ufo-Märchenland ein und behielt die Außerirdischen als einzige Freunde. Betty begann, zu Ufo-Konferenzen und Talkshows zu reisen, sie war Dauergast in Fernsehstationen und Ufo-Dokumentarfilmen. Das Erlebnis der Hills wurde zu einem Spielfilm verarbeitet. Als die ersten anderen Entführungsopfer auftauchten, nahm Betty Kontakt mit ihnen auf und beriet sie. Sie untersuchte Ufo-Sichtungen in ihrer näheren Umgebung und ist im Laufe der Zeit zu der berühmtesten Ufo-Zeugin der USA avanciert. Eine von Betty Hill unter Hypnose gezeichnete Sternkarte ist verschieden interpretiert worden, doch sie ist zu grob skizziert, um eine eindeutige Lösung zu ermöglichen. Für Ufologen und für Betty Hill selbst stellen aber diese verschiedenen Interpretationen einen Beweis für deren Echtheit dar.

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